Die Sagen und Geschichten der Eichsfelder Necknamen 

Niedergeschrieben von Hans-Gerd Adler und dargestellt in 3D Dioramen von Siegfried Jünemann nach einer Idee von Jörg-Olaf Lamprecht,  allesamt Mitglieder des Heimatvereins "Martin Weinrich" Uder.

Der Ossenritter

Die Ossenritter bekamen der Sage nach ihren Namen dank des Kaisers Barbarossa und des Bürgermeisters mit Namen Hase. Er wollte zum Ritter geschlagen werden und da er nur einen Ochsen und kein Pferd besaß,  wurde er zum Ochsenritter geschlagen. 

Die Möhrenkönige

Die Möhrenkönige haben ihren Necknamen wohl einer gefräßigen Ziege und einem säumigen Torwächter zu verdanken. Da der Riegel verschwunden war, nahm er eine Möhre um das Tor zu schließen.  Der Sage nach soll der Ziege diese Möhre geschmeckt haben. 

Die Zwergenhöhle

Der Sage nach wohnten Zwerge in dieser Höhle und die Tochter des Zwergenkönigs feierte Hochzeit.  Die Neugier eines Jungen aus Uder wurde ihm zum Verhängnis und in nur einer Nacht vergingen 100 Jahre. 

Die Lämmerschwänze

Was ein Lamm ist weiß fast jeder. Der Handel aber mit dem, was ein solches Lamm mit sich bringt, führte zum Necknamen der "Lämmerschwänze". Ein wenig Neid war wohl bei dieser Namensgebung dabei.

Die Krengeljäger

Die Bäcker von Worbis stellten ihre Backwaren auf der Straße feil und findige Kinder machten sich daraus einen Spaß und "mopsten" dem Bäcker aus dem Aushang den ein oder anderen Krengel. (Brezel oder Donut) und so werden sie noch heute "Krengeljäger" gerufen. 

Unsere Heimatstube 

Unsere Heimatstube hat sich in den letzten Monaten zu einem beliebten Treffpunkt in unserer Gemeinde für alle Generationen entwickelt. Es ist ein offenes Haus der Begegnung geworden. Beliebt sind unsere Führungen durch die Räumlichkeiten mit Blick in die Vergangenheit aber auch in die Zukunft.

Das Eichsfeld in 3D

Mit unserer Wanderausstellung:

„Das Eichsfeld in 3D“

kommen wir gern zu Ihnen, in Schulen, Kindergärten, Gemeinden und Vereine. Die Ausstellung ist nicht nur sehenswert, sondern kann mit allen Sinnen erlebt werden. Dazu können Vorführungen und Lesungen stattfinden. Wir berichten über die Entstehung der bereits fertigen Dioramen und zeigen den aktuellen Stand des Projekts.

Lesen, weil es gesund macht. Lesen hilft dabei, in der Schule besser zu werden (und das in fast allen Fächern). Lesen macht fit für die Zukunft und hilft, die Vergangenheit zu verstehen. Lesen bildet, weil man ohne Geld in alle Ecken der Welt reisen kann. Lesen ist Sprache, Kultur und Kunst zugleich. Lesen ist die Grundlage der Kommunikation und weckt Neugier. Überzeugen Sie sich!

Vorsicht: Lesen kann süchtig machen!

Unsere Dioramen zu den Sagen

"Das Eichsfeld in 3D" ist der Versuch, die Eichsfelder Geschichten dem Leser und Betrachter zusätzlich in einer Eichsfelder Sprache (Platt) näher zu bringen und den Spaß am Lesen und Schreiben durch Neugier zu wecken.

 

Der Ossenritter

Das erste Diorama erzählt die Entstehung des Necknamens der Uderaner, "Der Ossenritter-Ochsenritter" und kann durch vielerlei Möglichkeiten nachgestellt und erlebt werden.

Die Möhrenkönige

Das zweite Diorama stellt die Geschichte der Entstehung des Necknamens der Heiligenstädter "Die Möhrenönige" und des Stadtwaldschatzes" dar. Mit vielen Raffinessen kann man diese Geschichten mit allen Sinnen erfahren. 

Die Zwergenhöhle

Die Geschichte der "Zwergenhöhle" zwischen Uder und Heiligenstadt war uns ein Bedürfnis im dritten Diorama darzustellen und zu gestalten. Die eigentlich traurige Geschichte wird mit vielen Details belebt und weckt die Neugier des Betrachters. 

"Die Lämmerschwänze"

Die Bewohner der Stadt Leinefelde tragen den Necknamen "Die Lämmerschwänze" und wird im Diorama Nummer vier bildhaft und raffiniert dargestellt. Auch der Ursprung des Flusses „die Leine“, der Bahnhof und der Entdecker des Neandertalers findet darin ihren gebührenden Platz. 

"Die Krengeljäger"

Die Worbiser "Krengeljäger" kommen im fünften Diorama zu Wort und Bild. Der ortsansässige alternative Bärenpark und die alte Brauerei sind ein Highlight des Objektes. Hier entstand die Geschichte vom Mädchen Läwolei und ihren Eltern.

"Martin Weinrich"

Martin Weinrich wurde am 21. Mai 1865 in Uder geboren und verstarb am 15. August 1925 in Heiligenstadt. Er gilt als "Historische Persönlichkeit" und als Heimat- und Mundartdichter des Eichsfeldes. Als Lehrer arbeitete er von 1892-1918 in der Diaspora in Magdeburg. Dort unterrichtete er Kinder von Wirtschaftsmigranten aus dem damaligen Kaiserreich,  und eben aus dem katholischen Eichsfeld. Seinen Namen zu tragen ist eine große Ehre, ein Vorbild, dass seines gleichen sucht.

"Eico geht auf Brautschau"

Mit dem Diorama Nr. 6 beginnt eine Reise vom Hexentanzplatz im Harz, wo der Teufel eine Wette abschließt um auf den Hohen Meißner zu fliegen. Eico von der Feste Scharfenstein im Eichsfeld um hält um die Hand von Brunhilde an. Der Riese Bodo aber ist reicher als er und gefällt dem König besser. Beim Sprung von Brunhilde über das Bodethal verliert sie ihre prächtige Krone. Der junge Teufel fängt dies Krone beim Abflug auf und nimmt sie mit sich. Wem aber wird diese Krone Glück bringen? 

"Der Duderstädter Westerturm"

Duderstadt gehört zum Eichsfeld, auch wenn es nicht in Thüringen, sondern in Niedersachsen verortet ist. Der Westerturm ist neben dem historischen Rathaus eines der Wahrzeichen der Stadt. Was hat der Teufel mit dem verdrehten Turm zu tun, ging es um eine Seele und drei Dukaten? Wer war der Anreischken? Warum trägt die Stadt den Beinamen "Trabi Town" und was hat es mit dem dargestellten Denkmal auf sich? Die "Proportionen" im Diorama mit der Nr.7 hauen nicht hin, aber warum?

"Die Kronenmühle v. Mackenrode"

Alles dreht sich irgendwie um die vom Müller der Mühle von Mackenrode gefundene und glücksbringende Krone. Doch woher kommt sie, wem hat sie einst gehört und was hat der der Teufel damit zu tun. Ist der Schwarzstorch vielleicht ein Glücksbringer? Ein "Oheim" soll ein Waisenkind ins Kloster bringen, aber ein Zwischenstopp der Kutsche verändert alles. Auch in diesem Märchen hat Siegfried wieder einmal eine wichtige Aufgabe übernommen. Bleibt neugierig bis zum Erscheinen der Märchenbücher.

"Der Schatz vom Hanstein"

Geheimnisvoll ging es auf der Burg Hanstein schon immer zu. Der "Burgfrieden" sollte die Bewohner der Burg schützen und als Zeichen galt die "Schwarze Hand". Viele Sagen und Geschichten gäbe es zu erzählen, geht es um pures, glänzendes Gold, oder um das "weiße" Gold der Salzschmuggler. Gibt es einen geheimen Gang zur Ludwigsburg? Warum streckt der "Neidkopf" die Zunge heraus und wie antworten die Ludwigsteiner darauf. Und da ist er auch wieder, der Teufel kurz vor seinem Ziel, wird er es schaffen seine Wette einzulösen? Was hat es mit dem Erbbegräbnis auf sich und der alten Eiche? Im Märchenbuch erzählen wir mehr darüber und das Diorama zeigt wie immer Einblicke in diese Sagen.

"Die Teufelkanzel"

Im Diorama mit der Nummer 10 endet das "Drama" von der Wette des jungen und übermütigen Teufel. Die Hexen haben ihm nicht vertraut und sind ihm auf seinem Flug vom Hexentanzplatz im Harz gefolgt. Eine verwandelte sich in eine Schlange um die Krone der Brunhilde zu schützen und die anderen lachten ihn aus. Vor Wut stampfte er in das Thal der Stockmacher und schuf so das "Hufeisen" der Werra. Den Fels aber nennt man noch heute die " Teufelskanzel". Seither scheint der Teufel verschwunden zu sein, doch darauf sollte man nun wirklich nicht wetten. Da, wo das Gute ist, ist auch zumeist das Böse nicht weit. Doch die Liebe kann alles besiegen, die Liebe zur Heimat zum Beispiel.

Das Geheimnis um das Eichsfeld in 3D

Das Geheimnis vom Projekt "Das Eichsfeld in 3D" ist das Zusammentreffen dreier Heimatfreunde und die Aufteilung in 3 Teile: 1. Die Dioramen, 2. Die Flyer mit den Sagen und 3.Die Märchenbücher. Hans-Gerd Adler und Siegfried Jünemann setzen um, was im Kopf von Jörg-Olaf Lamprecht "herumgeistert"

Als Wanderausstellung kommen wir auf Wunsch in Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheime jeglicher Art. Mit viel Humor und Bewegung erfährt der Zuhörer von den Sagen und den  Hintergründen der dargestellten Necknamen des Eichsfeldes. Die Dioramen aber laden ein, dass alles mit allen Sinnen zu erleben. Wir freuen uns über ihren Anruf oder Mail und wenn es passt, sind wir schon bald bei ihnen vor Ort.

Haben Sie Interesse?

Schreiben Sie uns über das Kontakformular auf dieser Website gerne bei Interesse, wenn Sie die Wanderausstellung auch gerne in Ihrer Einrichtung ausstellen und vorgeführt haben möchten!

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